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Die partielle Ableitung setzt eine Funktion voraus, die von mehreren Parametern abhängt.
Als Beispiel wird die Funktion f(x,y): = x2 + y2 betrachtet, die von den beiden Parametern x und y abhängt.
Betrachtet man den Parameter y als eine Konstante, z.B. y = 3, so hängt die Funktion f(x,3) ca. noch von dem Parameter x ab:
f(x,3) = x2 + 9
Für die neue Funktion g(x) = x2 + 9 kann man den Differenzialquotienten bilden
Das gleiche Ergebnis erhält man, wenn man die partielle Ableitung der Funktion f(x,y) nach x bildet:
Die partielle Ableitung von f(x,y) nach y lautet entsprechend:
Diese Beispiel demonstriert wie die partielle Ableitung einer Funktion bestimmt wird, die von mehreren Parametern abhängt:
bis auf einen Parameter werden alle anderen Parameter als konstant angenommen, bezüglich dieses einen Parameters wird der Differenzialquotient bestimmt. Als Ergebnis erhält man die partielle Ableitung der Funktion nach diesem einen Parameter.
Das folgende Beispiel gibt eine geometrische Deutung der partiellen Ableitung:
In einem dreidimensionalen Koordinatensystem wird der Graph der Funktion betrachtet.
Der Definitionsbereich ist ein Kreis mit Radius 1 in der x,y - Ebene, der den Punkt (0,0) als Mittelpunkt enthält.
Die Funktion f projiziert diesen Kreis auf die Oberfläche einer Halbkugel vom Radius 1 (die "obere Halbkugel"). Der Pol dieser Halbkugel ist Extremwert von f (ein Maximum).
Für einen festen Wert von x ist dann f(x,y) eine Funktion von y.
Bei festem x ergeben die Punkte y (so dass (x,y) aus dem Definitionsbereich von f ist) eine Strecke parallel zur y - Achse.
Diese Strecke wird von f auf eine gekrümmte Linie auf der Oberfläche der Halbkugel projiziert.
Die partielle Ableitung von f nach y bestimmt unter diesen Voraussetzungen die Steigung der Tangente an diese Kurve in dem Punkt f(x,y).
Für jeden Parameter einer Funktion f kann man partielle Ableitungen bestimmen, den Graph einer Funktion f, die von mehr als zwei Parametern abhängt, kann man sich allerdings nicht mehr vorstellen.
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